Zitat eines zeitgenössischen Kunstkritikers (192x)
Philipp Braumüller (1870-1926) – Landschaftsmaler aus Putbus

Zum Leben und Schaffen des Putbuser Spätimpressionisten und Landschaftsmalers Philipp Braumüller
Sein Arbeits- und Lebensschwerpunkt war Putbus und Umgebung mit dem großen, im englischen Stil angelegten Landschaftspark sowie die nahe Insel Vilm, auf der ebenfalls zahlreiche Arbeiten entstanden sind.
Als Sohn des gleichnamigen Bergbauingenieurs und Alwine Braumüller (geb. Kämper) wurde Philipp Braumüller am 25.05.1870 in Hohenlohehütte (Oberschlesien) geboren und verlebte seine Kindheit in Berlin Kreuzberg. Nach zahlreichen Schicksalsschlägen und schwerer Krankheit verstarb er am 16.12.1926 in Berlin, wo er auf dem Friedhof in Zehlendorf beigesetzt wurde.
Anmerkung: Philipp Braumüller wird von einschlägigen Auktionshäusern und in Kunstverzeichnissen regelmäßig mit Georg Braumüller verwechselt, welcher auch als Bildhauer arbeitete. Die Lebensdaten der beiden werden dadurch oft aus Unkenntnis vermengt. Philipp Braumüller signierte immer in Druckbuchstaben, Georg Braumüller in Schreibschrift (s.u.).
Als Schüler Eugen Brachts folgte er auf seinen größeren Leinwänden einer strengen, unmissverständlichen Signaturpraxis. Große Gemälde wie der „Blick von Gobbin auf Neureddevitz“, „Über der Stadt“ oder die „Kolosse von Memnon“ weisen ausnahmslos den vollständig ausgeschriebenen Vornamen in markanten, geradlinigen Druckbuchstaben – abgeschlossen mit einem Punkt wie bei seinem Kommilitonen Otto Altenkirch auf („Philipp Braumüller.“). Diese bewusste Vollausschreibung fungierte als formales Gütesiegel für seine Atelier- und Auftragswerke. Kleiner Arbeiten signierte er meist mit abgekürztem Vornamen wie „P.“ oder „Ph“. am Anfang.
Der Münchner Künstler Georg Braumüller, welcher eher der Portraitdarstellung verschrieben war, nutzte hingegen eine fließende, handschriftliche Signatur, meist verkürzt oder geschwungen, die den grafischen Duktus seiner primär auf Papier oder Holzträgern ausgeführten Arbeiten widerspiegelt und sich visuell diametral von den Putbuser Druckbuchstaben unterscheidet.


Am Ende der noch immer andauernden Recherchen zum Leben und Werk von Philipp Braumüller sollen ausgewählte Gemälde in einer Ausstellung präsentiert, sowie eine umfassendere Buchpublikation stehen. Eine Broschüre mit Schwerpunkt seines Schaffens auf Rügen ist 2024 erschienen.
